Das Wichtigste in Kürze
Weiterbildung während der Elternzeit ist grundsätzlich zulässig und für viele Berufstätige eine Möglichkeit, den Wiedereinstieg fachlich vorzubereiten. Entscheidend ist eine realistische Planung, denn Elternzeit ist Familienzeit und keine freie Zeit. Wer mit kurzen Lerneinheiten und großzügigen Puffern rechnet, kommt weiter als mit ehrgeizigen Wochenplänen. Flexible Formate passen deshalb besonders gut. Fernkurse der PFH AKADEMIE lassen sich im eigenen Tempo bearbeiten und enthalten sechs Monate kostenfreie Verlängerung. Ihre Module stammen unverändert aus Fernstudiengängen der PFH Private Hochschule Göttingen, sie bringen ECTS-Punkte und können zu einem Hochschulzertifikat führen. Fragen zum Arbeitsverhältnis und zu Leistungen klären Arbeitgeber und Elterngeldstelle. Und wer diese Monate ohne Weiterbildung verbringt, verpasst nichts.
In diesem Artikel
- Warum sich Weiterbildung während der Elternzeit lohnt
- Ist Weiterbildung während der Elternzeit arbeitsrechtlich erlaubt?
- Wie viel Lernzeit ist mit Baby oder Kleinkind realistisch?
- Warum ein Fernkurs zu dieser Lebensphase passt
- Themenwahl mit Blick auf den Wiedereinstieg
- Lernorganisation im Familienalltag
- Partnerschaftliche Aufteilung und Unterstützung im Umfeld
- Lassen sich die Kosten steuerlich geltend machen?
- Wie Sie den Wiedereinstieg aktiv vorbereiten
- Was ein Hochschulzertifikat mit ECTS-Punkten signalisiert
- Entscheidungshilfe mit ehrlichem Blick auf Grenzen
Warum sich Weiterbildung während der Elternzeit lohnt
Weiterbildung während der Elternzeit lohnt sich, weil der gewohnte Arbeitsalltag pausiert und Raum für die eigene berufliche Entwicklung entsteht. Wer mit aktuellem Fachwissen zurückkehren möchte, findet in diesen Monaten Zeit, die im Berufsalltag sonst fehlt. Das gilt unabhängig davon, welcher Elternteil die Elternzeit nimmt.
Realistisch ist daran vor allem eines. Elternzeit ist keine freie Zeit. Sie ist Familienzeit, und sie ist Arbeit, nur eben eine andere. Ein Säugling strukturiert den Tag in kurzen Abschnitten, ein Kleinkind fordert Aufmerksamkeit in unvorhersehbaren Wellen. Wer sich in dieser Phase mit einer Weiterbildung beschäftigen möchte, plant nicht gegen den Familienalltag, sondern in die Lücken hinein, die er lässt.
Zugleich gibt es gute Gründe, die für diesen Zeitpunkt sprechen. Viele Menschen nutzen die Elternzeit ohnehin, um über die eigene Rolle im Beruf neu nachzudenken. Fragen nach Arbeitszeitmodellen, nach fachlicher Richtung und nach der Vereinbarkeit von Beruf und Familie stellen sich in dieser Phase von selbst. Eine Weiterbildung kann solche Überlegungen mit konkretem Fachwissen unterlegen und dem Wiedereinstieg eine inhaltliche Richtung geben.
Ebenso wichtig ist die Gegenprobe. Wer die Elternzeit ohne jede Weiterbildung verbringt, verpasst nichts. Die Zeit mit dem Kind hat einen eigenen Wert, der keiner Rechtfertigung bedarf, und niemand muss diese Monate produktiv machen. Wenn ein Tag daraus besteht, ein Kind zu tragen, zu füttern und zu trösten, war er vollständig ausgefüllt.
Dieser Beitrag richtet sich deshalb an Menschen, die für sich selbst Lust auf ein fachliches Thema verspüren und wissen möchten, wie sich das im Familienalltag organisieren lässt. Er beschreibt, welche Zeitbudgets tragen, welche Formate passen und woran ein solches Vorhaben typischerweise scheitert.
Sechs Monate Verlängerung
Alle Fernkurse der PFH AKADEMIE enthalten eine kostenfreie Verlängerung um sechs Monate.
ECTS und Hochschulzertifikat
Ab 10 ECTS-Punkten ist das CBS erreichbar, ab 30 ECTS-Punkten das DBS oder das DAS.
Ohne Zulassungsvoraussetzungen
Die Fernkurse der PFH AKADEMIE stehen ohne formale Zulassungsvoraussetzungen offen.
Ist Weiterbildung während der Elternzeit arbeitsrechtlich erlaubt?
Weiterbildung während der Elternzeit ist arbeitsrechtlich grundsätzlich zulässig. Wer einen Fernkurs belegt, ein Seminar besucht oder sich fachlich einliest, tut damit nichts Ungewöhnliches und braucht dafür keine besondere Erlaubnis des Arbeitgebers. Rücksprache wird erst nötig, sobald die Weiterbildung mit dem Arbeitsverhältnis oder mit Leistungen der Elterngeldstelle zusammenhängt.
Wo eine Rücksprache sinnvoll ist
Sobald die Weiterbildung Berührungspunkte mit dem Arbeitsverhältnis oder mit Leistungen bekommt, gehört sie besprochen. Das betrifft vor allem drei Konstellationen. Erstens, wenn der Arbeitgeber die Weiterbildung mitfinanzieren, sie auf Arbeitszeit anrechnen oder eine Rückzahlungsvereinbarung schließen soll. Zweitens, wenn während der Elternzeit in Teilzeit gearbeitet wird und die Weiterbildung damit zusammenhängt. Drittens, wenn Leistungen bezogen werden und unklar ist, wie sich das Vorhaben dazu verhält.
Für die ersten beiden Konstellationen ist der Arbeitgeber die richtige Adresse, für die dritte die zuständige Elterngeldstelle. Beide Gespräche lassen sich früh führen, lange bevor eine Anmeldung ansteht. Wer die Antworten schriftlich festhält, hat später eine belastbare Grundlage und muss nicht auf Erinnerungen zurückgreifen.
Wenn der Arbeitgeber unterstützt
Manche Unternehmen begleiten Beschäftigte während der Elternzeit bewusst, etwa mit Zugang zu internen Angeboten, mit einem Kostenzuschuss oder mit einem festen Ansprechpartner. Wo es solche Programme gibt, lohnt eine Nachfrage in der Personalabteilung. Wo es sie nicht gibt, ist eine Weiterbildung auf eigene Faust ebenso möglich, nur eben ohne Beteiligung des Betriebs.
Hinweis zur Einordnung
Dieser Beitrag gibt eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Individuelle Fragen zu Arbeitsvertrag, Elternzeit oder Leistungsbezug klären Sie am besten mit Ihrem Arbeitgeber, mit der zuständigen Stelle oder mit einer fachkundigen Beratung. Die Konstellationen unterscheiden sich stärker, als es auf den ersten Blick wirkt, und hängen an Details des Einzelfalls.
Wie viel Lernzeit ist mit Baby oder Kleinkind realistisch?
Realistisch sind im ersten Lebensjahr drei bis fünf Stunden Lernzeit pro Woche, verteilt auf kurze Einheiten statt auf einen festen Lernnachmittag. Mit wachsender Selbstständigkeit des Kindes wird der Spielraum größer. Wer aus dem Berufsleben kommt und in festen Blöcken von zwei oder drei Stunden plant, überschätzt die Uhr in dieser Phase fast immer.
Das erste Lebensjahr
In den ersten Monaten bestimmt der Rhythmus des Kindes den Tag. Lernphasen entstehen dann, wenn das Kind schläft, wenn jemand anderes da ist oder abends nach dem Zubettbringen. Eine vorsichtige Planung setzt deshalb eher bei drei bis fünf Stunden pro Woche an als bei zehn, und sie verteilt diese Zeit auf kurze Einheiten statt auf einen festen Lernnachmittag. Wer so kalkuliert, wird selten enttäuscht und freut sich über jede Stunde darüber hinaus.
Das zweite und dritte Lebensjahr
Mit wachsender Selbstständigkeit des Kindes und häufig auch mit dem Beginn einer Betreuung verändert sich das Bild. Es entstehen verlässlichere Zeitfenster, etwa am Vormittag oder während der Betreuungszeiten. Der Spielraum wird größer, bleibt aber empfindlich gegenüber Eingewöhnungsphasen und Krankheitswellen.
Die Pufferregel
Zahnen, Infekte und Entwicklungsschübe kommen zuverlässig, nur nie zum passenden Termin. Ein Zeitplan ohne Puffer hält der Realität nicht stand. Wer von vornherein einrechnet, dass über das Jahr verteilt mehrere Wochen komplett ausfallen, bleibt gelassen, wenn genau das eintritt. Diese Gelassenheit ist kein Detail, sondern der Unterschied zwischen Durchhalten und Abbrechen.
Ein Format, das Verzögerungen aushält
Daraus folgt eine schlichte Konsequenz für die Auswahl. Ein Format mit festen wöchentlichen Terminen passt in dieser Phase selten. Ein Format, das eigenes Tempo erlaubt und Verzögerungen aushält, passt sehr wohl.
Warum ein Fernkurs zu dieser Lebensphase passt
Ein Fernkurs passt in die Elternzeit, weil er ortsunabhängig ist, sich in kleinen Einheiten bearbeiten lässt und Verzögerungen verzeiht. Anders als ein Präsenzformat verlangt er keine zusätzliche Betreuung für die Anfahrt und keinen festen Gruppentakt, dem man hinterherlaufen müsste. Diese Anforderungen ergeben sich unmittelbar aus den Zeitbudgets von Eltern kleiner Kinder.
Eigenes Tempo statt fester Termine
Ein Fernkurs erfüllt diese Anforderungen von Haus aus. Die Studienmaterialien stehen zur Verfügung, die Bearbeitung erfolgt selbstbestimmt. Wer an einem Abend nur zehn Seiten schafft, hat trotzdem etwas geschafft. Wer zwei Wochen pausiert, verliert keinen Anschluss an eine Gruppe, weil es keinen gemeinsamen Takt gibt, dem man hinterherlaufen müsste.
Verlängerung ohne Zusatzkosten
Für Eltern besonders relevant ist die Frage, was passiert, wenn eine Phase länger dauert als gedacht. Alle Fernkurse der PFH AKADEMIE enthalten eine kostenfreie Verlängerung um sechs Monate. Diese Reserve verändert die Perspektive spürbar, weil sie den Druck aus der Planung nimmt. Aus dem Gedanken „Ich muss bis dahin fertig sein“ wird der Gedanke „Ich habe Luft, falls es anders läuft“.
Wiedereinstieg in den Stoff
Ein Nebeneffekt wird häufig unterschätzt. Weil ein Fernkurs schriftlich arbeitet, lässt er sich unterbrechen und wieder aufnehmen, ohne dass viel verloren geht. Eigene Notizen, Markierungen im Text und ein kurzer Blick auf das zuletzt Gelesene reichen meist aus, um nach einer Pause wieder einzusteigen. Bei Präsenzformaten mit festen Terminen ist eine versäumte Einheit dagegen oft nicht nachholbar.
Wie sich Fernkurse, offene Seminare und Inhouse-Angebote systematisch gegeneinander abwägen lassen, beschreibt der Beitrag zum Vergleich der Lernformate. Für die Elternzeit fällt die Antwort meist eindeutig aus, für andere Lebenslagen nicht unbedingt.
Themenwahl mit Blick auf den Wiedereinstieg
Beim Wiedereinstieg zahlt sich vor allem die Themenwahl aus, mehr als jede Lerntechnik. Wer ein Thema wählt, das ihn wirklich interessiert, findet auch an müden Abenden einen Zugang. Wer ein Thema wählt, weil es sich im Lebenslauf gut ausnimmt, gibt nach wenigen Wochen auf.
Drei sinnvolle Richtungen
- Vertiefung im bisherigen Feld, um nach der Rückkehr fachlich sicherer und sichtbarer zu sein
- Erweiterung um angrenzende Kompetenzen wie Führung, Projektsteuerung, rechtliche Grundlagen oder digitale Themen, die neue Rollen eröffnen
- Neuausrichtung in eine Richtung, die sich mit der veränderten Lebenssituation besser verträgt
Die dritte Richtung verdient eine ehrliche Einordnung. Viele Eltern stellen in dieser Phase fest, dass die bisherige Rolle mit Familienleben schwer vereinbar ist, etwa wegen häufiger Reisen oder wegen Schichtdiensten. Eine Weiterbildung kann eine Neuausrichtung vorbereiten und den Einstieg in Gespräche erleichtern. Sie ersetzt aber weder Berufserfahrung im neuen Feld noch garantiert sie einen Wechsel.
Wie Sie das Thema eingrenzen
Hilfreich ist ein Blick auf Stellenausschreibungen für Rollen, die Sie nach der Rückkehr interessieren. Welche Kompetenzen tauchen dort immer wieder auf, und welche davon fehlen Ihnen? Aufschlussreich ist außerdem ein Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen, die eine ähnliche Entwicklung bereits hinter sich haben.
Lieber kompakt und abgeschlossen
Und schließlich der Umfang. Es ist besser, einen kompakten Kurs abzuschließen, als einen großen anzufangen und liegen zu lassen. Ein abgeschlossener Nachweis wirkt in einem Gespräch anders als ein begonnenes Vorhaben, und wer mehr möchte, kann später aufbauen. Einen Überblick über die verfügbaren Themen gibt der Weiterbildungskatalog der PFH AKADEMIE.
Lernorganisation im Familienalltag
Wer auf den perfekten Lernnachmittag wartet, wartet lange. Tragfähiger ist eine Organisation, die mit dem arbeitet, was der Tag hergibt.
Kleine Einheiten statt großer Blöcke
Zwanzig Minuten während des Mittagsschlafs, eine halbe Stunde am Abend, ein Kapitel im Wartezimmer der Kinderärztin. Über eine Woche summiert sich das zu einer beachtlichen Menge, ohne dass ein einziger Termin dafür nötig war. Fachtexte lassen sich in Abschnitten lesen, und viele Aufgaben brauchen weniger Zeit am Stück, als man ihnen zutraut.
Vorbereitung entscheidet
Damit kurze Einheiten funktionieren, muss das Material griffbereit sein. Ausgedruckte Kapitel an einem festen Platz, geladene Dateien auf dem Tablet, ein Notizbuch in der Wickeltasche. Wer erst fünf Minuten sucht, verliert ein Viertel der verfügbaren Zeit. Bewährt hat sich außerdem, am Ende jeder Einheit eine kurze Notiz zu hinterlassen, wo es weitergeht und welcher Gedanke offen geblieben ist.
Ein Anker im Wochenrhythmus
Neben den spontanen Einheiten lohnt sich ein fester Termin pro Woche, an dem verlässlich jemand anderes das Kind übernimmt. Zwei Stunden am Samstagvormittag oder ein Abend unter der Woche reichen aus, um anspruchsvollere Aufgaben zu bearbeiten, die Konzentration am Stück verlangen. Dieser Anker hält das Vorhaben auch dann am Leben, wenn die kleinen Einheiten eine Weile ausfallen.
Ebenso wichtig ist die Erlaubnis, eine Woche ausfallen zu lassen. Eine Weiterbildung in dieser Lebensphase verläuft nicht linear. Wer den eigenen Plan als Richtung versteht und nicht als Vorgabe, hält länger durch als jemand, der jede verpasste Einheit als Scheitern verbucht.
Partnerschaftliche Aufteilung und Unterstützung im Umfeld
Weiterbildung während der Elternzeit ist selten eine Einzelleistung. Sie gelingt dort, wo jemand anderes verlässlich die Betreuung übernimmt, und sie scheitert dort, wo diese Frage ungeklärt bleibt. Wer sich Lernzeit wünscht, braucht dafür eine Absprache und nicht nur guten Willen.
Das Gespräch in der Partnerschaft
Sinnvoll ist ein konkretes Gespräch, bevor der Kurs beginnt. Wie viele Stunden pro Woche sind gemeint? Wann genau liegen sie? Wer übernimmt in dieser Zeit die Betreuung? Und was passiert, wenn das Kind krank wird? Vage Absprachen führen zu Enttäuschungen auf beiden Seiten, klare Absprachen entlasten alle Beteiligten.
Fair ist außerdem, die Rechnung in beide Richtungen aufzumachen. Wenn ein Elternteil regelmäßig Lernzeit bekommt, braucht der andere ebenfalls verlässlich freie Zeit für eigene Vorhaben. Sonst entsteht eine Schieflage, die früher oder später zum Konflikt wird und dem Lernvorhaben mehr schadet als jeder Terminausfall.
Unterstützung im weiteren Umfeld
Und es gilt auch der umgekehrte Fall. Wenn Unterstützung fehlt und die Betreuung vollständig an einer Person hängt, ist eine Weiterbildung in dieser Phase häufig nicht der richtige Schritt. Das offen festzustellen ist keine Niederlage, sondern eine vernünftige Entscheidung zugunsten der eigenen Kräfte.
Eine konkrete Bitte wirkt besser
Großeltern, Freundinnen und Freunde, Nachbarn und Tauschmodelle mit anderen Familien erweitern den Spielraum erheblich. Viele Menschen im Umfeld helfen gern, wissen aber nicht, was gebraucht wird. Eine konkrete Bitte um zwei feste Stunden am Donnerstag wirkt deshalb besser als ein allgemeiner Hinweis auf Zeitmangel.
Lassen sich die Kosten steuerlich geltend machen?
Aufwendungen für die Weiterbildung lassen sich unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich geltend machen, selbst wenn das Einkommen während der Elternzeit gering oder null ausfällt. Über einen Verlustvortrag können die Kosten dann in spätere Jahre mit Einkommen übertragen werden. Ob das im Einzelfall zutrifft, hängt von der persönlichen Situation ab und ersetzt keine Steuerberatung.
Die Voraussetzungen und die Abgrenzung zwischen Werbungskosten und Sonderausgaben beschreibt der Beitrag über die steuerliche Absetzbarkeit von Weiterbildung ausführlich. Auch dort gilt der Hinweis dieses Beitrags. Es handelt sich um allgemeine Informationen und nicht um Steuerberatung. Für die konkrete Gestaltung sind eine Steuerberaterin, ein Steuerberater oder das zuständige Finanzamt die richtigen Ansprechpartner.
Beteiligung des Arbeitgebers
Manche Unternehmen beteiligen sich an Weiterbildungskosten, auch während der Elternzeit, weil sie ein Interesse an einer gut vorbereiteten Rückkehr haben. Nachfragen hat noch niemandem geschadet, und ein solches Gespräch signalisiert zugleich, dass Sie zurückkommen möchten. Falls eine Beteiligung an Bedingungen geknüpft wird, sollten diese vorab schriftlich festgehalten werden.
Wie Sie den Wiedereinstieg aktiv vorbereiten
Wer den Wiedereinstieg aktiv vorbereiten will, hält während der Elternzeit gelegentlich Kontakt zum Team, bespricht die Rückkehr rechtzeitig mit der Führungskraft und bringt beim Rückkehrgespräch nach Möglichkeit einen abgeschlossenen Nachweis mit. Eine Weiterbildung kann diesen Prozess unterstützen, ersetzt ihn aber nicht.
Kontakt halten, ohne verfügbar zu sein
Ein gelegentlicher Austausch mit dem Team, die Teilnahme an einem Sommerfest oder ein kurzer Anruf bei der Führungskraft halten die Verbindung lebendig. Wichtig ist dabei die Abgrenzung. Kontakt halten bedeutet nicht, während der Elternzeit erreichbar zu sein oder Aufgaben zu übernehmen. Es geht darum, im Gedächtnis zu bleiben, nicht darum, im Betrieb zu arbeiten.
Das Rückkehrgespräch
Einige Monate vor der Rückkehr lohnt ein Gespräch über die konkreten Bedingungen. Welche Aufgaben stehen an? Welches Arbeitszeitmodell ist möglich? Was hat sich im Unternehmen verändert? Wer in dieses Gespräch eine abgeschlossene Weiterbildung einbringen kann, verschiebt den Schwerpunkt spürbar. Aus einem Gespräch über Abwesenheit wird eines über neue Kompetenzen.
Neue Kompetenzen sichtbar machen
Damit das gelingt, gehört das Erlernte an die richtigen Stellen. In den Lebenslauf, in das berufliche Profil im Netz und in eine interne Bewerbung auf eine neue Rolle. Hilfreich ist, nicht nur den Titel des Kurses zu nennen, sondern zwei oder drei Inhalte, die für die angestrebte Aufgabe unmittelbar relevant sind.
Ein Nachweis wirkt dann am stärksten, wenn erkennbar wird, was Sie damit anfangen können. Ein Satz wie „Ich habe mich mit rechtlichen Grundlagen befasst und könnte den Bereich künftig mit betreuen“ sagt mehr aus als eine bloße Aufzählung von Kurstiteln.
Was ein Hochschulzertifikat mit ECTS-Punkten signalisiert
Weiterbildungsnachweise unterscheiden sich erheblich in ihrer Aussagekraft. Bei der PFH AKADEMIE gibt es dafür eine gestufte Systematik, die von der Teilnahmebescheinigung über das Teilnahmezertifikat und das Kurszertifikat bis zum Hochschulzertifikat reicht. Je weiter oben ein Nachweis in dieser Staffel steht, desto mehr sagt er über erbrachte und geprüfte Leistung aus.
Die drei Zertifikatsstufen
Ein Hochschulzertifikat wird in drei Stufen vergeben. Das CBS gibt es ab 10 ECTS-Punkten auf Bachelorniveau, das DBS ab 30 ECTS-Punkten auf Bachelorniveau und das DAS ab 30 ECTS-Punkten auf Masterniveau. Die zugrunde liegenden Module stammen unverändert aus Fernstudiengängen der PFH Private Hochschule Göttingen. Teilnehmende bearbeiten damit echte Studieninhalte und keine eigens für den Weiterbildungsmarkt erstellten Kurzfassungen.
Was das beim Wiedereinstieg bedeutet
Für ein Gespräch nach der Elternzeit ist das aus zwei Gründen nützlich. Erstens belegt ein solcher Nachweis, dass Sie unter erschwerten Bedingungen ein Thema auf Hochschulniveau bearbeitet und zum Abschluss gebracht haben. Zweitens macht er die Inhalte greifbar, weil ECTS-Punkte den Arbeitsaufwand nachvollziehbar einordnen und nicht nur eine Teilnahme dokumentieren.
Eine wichtige Einschränkung
Ob erworbene ECTS-Punkte später auf ein Studium angerechnet werden, entscheidet allein die aufnehmende Hochschule nach ihren eigenen Regeln. Eine Zusage dazu kann im Voraus niemand geben. Wer eine spätere Anrechnung anstrebt, klärt das frühzeitig mit der Hochschule, die konkret infrage kommt, und wählt die Module danach aus. Unabhängig davon behält der Nachweis seinen Wert als dokumentierter Kompetenznachweis gegenüber Arbeitgebern.
Entscheidungshilfe mit ehrlichem Blick auf Grenzen
Ob sich eine Weiterbildung während der Elternzeit lohnt, entscheidet niemand von außen, sondern die eigene Situation bei Betreuung, Interesse am Thema und verfügbarer Zeit. Wer diese Punkte vor der Anmeldung ehrlich prüft, erspart sich einen Abbruch mitten im Kurs und wählt bewusst den passenden Zeitpunkt.
Fragen vor der Anmeldung
- Gibt es verlässlich mehrere Stunden pro Woche, in denen jemand anderes die Betreuung übernimmt?
- Interessiert mich das Thema so weit, dass ich mich auch an müden Abenden damit befassen möchte?
- Ist das Format ortsunabhängig und im eigenen Tempo bearbeitbar?
- Trägt die Absprache im Haushalt auch dann, wenn eine Krankheitswelle kommt?
- Ist der Umfang so bemessen, dass ein Abschluss realistisch bleibt?
Wenn mehrere dieser Fragen ein klares Nein ergeben, spricht das nicht gegen die Weiterbildung, sondern gegen den Zeitpunkt. Der Wiedereinstieg selbst oder das Jahr danach kann der bessere Moment sein, gerade wenn die Betreuung dann geregelt ist und der Alltag wieder festere Strukturen hat.
Was eine Weiterbildung nicht leistet
Eine Weiterbildung sichert keine Stelle, keine Beförderung und kein bestimmtes Gehalt. Sie ersetzt keine Berufserfahrung in einem neuen Feld, und eine Anrechnung auf ein Studium kann sie nicht garantieren. Was sie leistet, ist konkreter und deshalb belastbarer. Sie erweitert Fachwissen, sie liefert einen dokumentierten Nachweis, und sie verschafft Ihnen in Gesprächen nach der Rückkehr ein Thema, über das Sie fachlich sprechen können.
Wer sich gegen eine Weiterbildung während der Elternzeit entscheidet, trifft eine ebenso gute Wahl. Diese Monate mit einem kleinen Kind kommen nicht wieder. Eine Weiterbildung lässt sich nachholen, dieser Lebensabschnitt nicht.
Zuletzt aktualisiert am 13. August 2026.
Häufige Fragen
Häufige Fragen von Eltern, die ihre Elternzeit für eine Weiterbildung nutzen möchten
Eine Weiterbildung während der Elternzeit ist grundsätzlich zulässig. Sobald es um eine Beteiligung des Arbeitgebers, um Arbeitszeit oder um Leistungen geht, sollten Sie die Einzelheiten mit Ihrem Arbeitgeber und mit der zuständigen Elterngeldstelle klären. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Im ersten Lebensjahr sind drei bis fünf Stunden pro Woche realistischer als ein ehrgeiziger Wochenplan. Verteilen Sie die Zeit auf kurze Einheiten und rechnen Sie großzügige Puffer für Infekte und Entwicklungsschübe ein. Mit wachsender Selbstständigkeit des Kindes wird der Spielraum größer.
Geeignet sind Formate, die ortsunabhängig sind, sich in kleinen Einheiten bearbeiten lassen und Verzögerungen verzeihen. Ein Fernkurs erfüllt diese Anforderungen, weil das Lerntempo selbst bestimmt wird und keine festen wöchentlichen Termine anstehen. Präsenzformate mit fixen Terminen sind in dieser Phase meist schwerer zu vereinbaren.
Alle Fernkurse der PFH AKADEMIE enthalten eine kostenfreie Verlängerung um sechs Monate. Diese Reserve ist gerade mit einem kleinen Kind hilfreich, weil sich Krankheitsphasen und Eingewöhnungen nicht planen lassen. Sie können das Lerntempo also anpassen, ohne zusätzliche Kosten befürchten zu müssen.
Es belegt, dass Sie ein Thema auf Hochschulniveau bearbeitet und abgeschlossen haben, und die ECTS-Punkte ordnen den Arbeitsaufwand nachvollziehbar ein. Ab 10 ECTS-Punkten ist das CBS erreichbar, ab 30 ECTS-Punkten das DBS oder das DAS. Eine spätere Anrechnung auf ein Studium entscheidet allein die aufnehmende Hochschule.
Aufwendungen für berufliche Weiterbildung sind unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich berücksichtigungsfähig, und ein Verlustvortrag kann auch in einkommensschwachen Jahren sinnvoll sein. Die Einzelheiten hängen von Ihrer persönlichen Situation ab. Für verbindliche Auskünfte sind eine Steuerberatung oder das Finanzamt zuständig.
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Zwei weitere Beiträge vertiefen Fragen, die bei der Planung einer Weiterbildung in der Elternzeit regelmäßig auftauchen. Der eine widmet sich der steuerlichen Seite, der andere dem Vergleich der Lernformate.